Barbara Dribbusch

Journalistin & Autorin

Kolumnen
in Rente

Der Typ mit der Knarre ändert alles | TAZ 19.9.2022

STERBLICHKEITSSCHOCK Ich kriege jetzt Rente, arbeite aber noch weiter. Wie viele meiner Bekannten aus den „zerklüfteten Mittelschichten“

Es ist amtlich: Ich hab seit Mai einen „Ausweis für Rentnerinnen und Rentner“, mit blau-gelbem Logo wie die Farben der Ukraine. Mit 66 bin ich Babyboomerin auf Rente, arbeite aber noch zwei Tage in der Woche weiter. Viele meiner Bekannten um die 70 arbeiten noch. Einige, weil sie es wollen. Andere, weil sie es müssen. Ich sage nur: zerklüftete Mittelschichten.
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Zu zweit im Corona-Koller | TAZ 24.3.2020

CORONA-KRISE Wie kommt man als Paar mit der isolierten Zweisamkeit klar? Tipps aus dem Friseursalon, der Raumfahrt und dem Kloster

Kontakte auf das Allernötigste beschränken, zu Hause bleiben – das ist nötig, um die Mitmenschen und sich selbst vor Covid-19 zu schützen. Aber wie überlebt man als Paar, zusammen mit dem Liebsten fast eingeschlossen in der Wohnung, den Corona-Koller? Wenn beide Tag und Nacht zusammenglucken und bitte möglichst nicht rausgehen sollen?
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Nicht nur die Frisur | TAZ 3.3.2019

ALTERN Loki Schmidt wäre am Sonntag 100 Jahre alt geworden. Frauen wie sie haben etwas Kultiges. Zu Recht.

Schon allein um diese Haare dürften sie Tausende von Frauen beneidet haben. Frauen, die in den 60er und 70er Jahren mit hässlichen Lockenwicklern herumlaufen mussten und im Sommer nicht im See untertauchen durften, weil das die Frisur ruiniert hätte, diese haarsprayfixierten Gestrüppe auf Frauenköpfen, in denen das Lebensverbot nistete.
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Hilfe, mein Kumpel wählt die AfD! | TAZ 20.7.2018

MORAL Ihre Freundin aus dem Chor wählt AfD, auch Ihr Kumpel driftet nach rechts? Jetzt heißt es cool bleiben, Argumente sammeln und nicht draufhauen.

Jetzt sind es schon drei: Frank, Ute und Axel. Sie alle haben früher grün oder links gewählt, zuletzt aber bei der AfD ihr Kreuzchen gemacht. Wenn alte Kumpels nach rechts driften, stellt das die FreundInnen vor Probleme. Soll man die jahrzehntelangen Freundschaften, Bergsportgruppen, Musikabende auflösen? Ist es nicht gerade jetzt nötig, den Kontakt zu halten?
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Zu alt, um Opfer zu sein | TAZ 13.3.2017

LIEBE Helmut Schmidts Freundin Ruth Loah ist tot. Eine Beziehung mit einem Prominenten gelingt am besten im hohen Alter.

Es wirkt auf den ersten Blick traurig, was man über die späte Lebensgefährtin Helmut Schmidts, Ruth Loah, liest: Die 83-Jährige starb schon vor mehr als zwei Wochen. Ihre Urne wurde, von der Öffentlichkeitkeit unbemerkt, auf dem Friedhof Hamburg-Tonndorf beigesetzt. Nur ein schlichter Stein mit der Aufschrift „Loah“ ziert das Grab, dazu zwei Sträuße, zwei Schleifen, eine davon vom Seniorenstift Augustinum Hamburg, so berichtet die Nachrichtenagentur dpa. „Mein Gott, was für ein einsamer Tod!“, denkt man sofort. Aber das ist der falsche Ansatz.
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