Barbara Dribbusch

Journalistin & Autorin

Neues
Berichte

Das Recht auf einen Notausgang | TAZ 11.1.2020

PATIENTENRECHT  Im Februar entscheidet das Verfassungsgericht über mehrere Beschwerden zur Sterbehilfe. Wer zieht künftig die Grenze, ab der Schwerkranke ein Recht auf professionelle Hilfe zum Suizid haben? Betroffene sagen: Wir

Die Berge leuchteten rot in der untergehenden Sonne Norwegens, die Hunde zogen Schlitten durch die schneebedeckte Landschaft. In einem saß Anja Clement warm eingepackt, zugedeckt, ein Begleiter hielt sie von hinten fest. „Wir waren überglücklich“, sagt Clement, 55, heute. „Ich reise gerne. Ich suche immer neue Wege, wie ich mit der Krankheit umgehen kann.“
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In der Zeitmaschine | TAZ 23.12.2019

TRENDS Die Erwerbsbevölkerung schrumpft. Das wird auch linke Diskurse verändern und einigen Mut zum Unpopulären erfordern

Man reibt sich die Augen: Wir scheinen in einem völlig anderen Land zu leben als noch vor 15, 20 Jahren. Damals stand die Massenarbeitslosigkeit im Fokus, die Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit waren das monatliche Orakel aus Nürnberg zur düsteren Zukunft des Sozialstaates. Unter Linken wurde diskutiert, ob man angesichts der steigenden Massenarbeitslosigkeit die Arbeit quasi wie einen Kuchen gerechter umverteilen müsse, indem mehr Menschen freiwillig auf Teilzeit gehen.

Vorbei, vorbei.


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Trostmedizin für schlechte Tage | TAZ 28.10.2019

HEILVERFAHREN Es ist zu einfach, sich über Homöopathie und Komplementärmedizin lustig zu machen. Wichtig sind die Bedürfnisse, die dahinterstehen

Wer sich Videos über die Herstellung von Globuli anschaut, der staunt über den Hokuspokus. Da werden Zwiebeln klein geschnitten, in Alkohol eingelegt, die Flaschen nach genau festgelegten Verfahren auf Lederkissen geschlagen, es wird verdünnt und verdünnt. Man wähnt sich beim Druiden Miraculix aus den Asterix-Comics. Lustig. Doch mit Lächerlichmachen wird das Phänomen der Homöopathie nicht erfasst.
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Berichte

„Dann will ich nicht mehr leben“ | TAZ 20.8.2019

PFLEGE Ein neues Gesetz sieht vor, dass Schwerstkranke in der Regel nicht mehr zuhause, sondern nur noch stationär versorgt werden können. Die Betroffenen laufen Sturm dagegen

Jan Grabowski, 53, lebt mit Ehefrau, Tochter und Enkelsohn zusammen. „Selbstbestimmung“ sei ihm wichtig, erklärt der Betriebswirt. Genauer gesagt schreibt er das Wort „Selbstbestimmung“, indem er mit den Augen über ein Buchstabenfeld wandert und die Buchstaben oder Silben nur durch den Blick aktiviert.
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Berichte

60 Kilo Hundefutter in den 5.Stock | TAZ 30.4.2019

ARBEITSWELT Paketberge, unwillige Nachbarn und Amazon Prime: PaketzustellerInnen ackern schwer, den KundInnen wird aber eine „kostenlose Lieferung“ versprochen. Da stimmt etwas nicht. Zwei Paketboten erzählen

 

Hochhäuser können ein Albtraum sein. Zum Beispiel dieser Gebäudekomplex aus fünf sechsstöckigen Blocks in der Nähe von Stuttgart, ein Klingelschild mit 30 Namen an der Tür. „Das Hochhaus soll man eigentlich in fünf Minuten schaffen. Ich brauchte dort aber eine halbe Stunde“, erzählt Lars Meyer.
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BARBARA DRIBBUSCH ist Redakteurin für Soziales im Inlandsressort der taz.

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