Barbara Dribbusch

Journalistin & Autorin

Neues
in Rente

Der Typ mit der Knarre ändert alles | TAZ 19.9.2022

Ich kriege jetzt Rente, arbeite aber noch weiter. Wie viele meiner Bekannten aus den „zerklüfteten Mittelschichten“

Es ist amtlich: Ich hab seit Mai einen „Ausweis für Rentnerinnen und Rentner“, mit blau-gelbem Logo wie die Farben der Ukraine. Mit 66 bin ich Babyboomerin auf Rente, arbeite aber noch zwei Tage in der Woche weiter. Viele meiner Bekannten um die 70 arbeiten noch. Einige, weil sie es wollen. Andere, weil sie es müssen. Ich sage nur: zerklüftete Mittelschichten.
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Berichte

„Klowein“ statt „Glühwein“ | TAZ 17.9.2022

ZUWANDERUNG Artikel, Umlaute, Deklinationen: Deutsch ist eine schwere Sprache und das ist eine Hürde im internationalen Wettbewerb um Arbeitskräfte aus dem Ausland. Wer Deutsch lernt, verdient mehr Respekt

Das Kollegium freute sich, als der Arzt aus Südindien auf der ge­riatrischen Station eines Krankenhauses in Potsdam anfing. Kol­le­g:in­nen begleiteten den Mann im Tagesdienst. Dann, im Nachtdienst, war er alleine auf Station. Er sprach mit Patient:innen, dokumentierte. Die Kol­le­g:in­nen fragten am nächsten Tag bei einem der Kranken nach, ob es stimme, dass ein neues Problem mit dem Knie dazugekommen war, wie der Arzt vermerkt hatte. Nein, es gab kein Problem mit dem Knie. Es gab ein Problem mit der Kommunikation, wie schon mehrfach.
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Kommentare

Lockt der Süden noch? | TAZ 15.7.2022

WETTER Die Griechen werben um deutsche Heizflüchtlinge für den Winter. Aber wohin im Hitze­sommer? Klima- und Gaskrise verlangen neue Antworten auf alte Aussteigerträume

Der griechische Tourismusminister hat ein großes Herz für die Deutschen. Vergessen ist der Streit über die Schuldenkrise der Griechen, über EU-Rettungsschirme und Spardiktate. Vergessen ist die Arroganz der Deutschen, die sich gegenüber den Griechen aufspielten, als könnten nur sie, die Deutschen, wirklich rechnen. Jetzt droht hierzulande die Gaskrise, die Heizkrise. Heizflüchtlinge aus Deutschland könnten im Winter in den Süden ziehen, nachdem sie ihre turmhohe Gasrechnung verbrannt haben als letztes Freudenfeuer.
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Berichte

„Lebenssattheit muss man akzeptieren“ | TAZ 23.6.2022

STERBEHILFE  Robert Roßbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), berichtet aus der Praxis der Suizidbegleitung in Deutschland

taz: Herr Professor Roßbruch, am Freitag debattiert der Bundestag über drei Gesetzentwürfe zu einer Neuregelung des assistierten Suizids. Ihre Gesellschaft, die DGHS, vermittelt Ju­ris­t:in­nen und Ärz­t:in­nen für diese Begleitung. Was kritisieren Sie an den Gesetzentwürfen?

Robert Roßbruch: Alle drei Gesetzentwürfe sehen eine Beratungspflicht vor. Das lehnen wir ab. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom Februar 2020 ausdrücklich jedem Einzelnen das Recht auf einen freiverantwortlichen und selbstbestimmten Freitod und auch das Recht, dafür Hilfe in Anspruch zu nehmen, zuerkannt. Daher brauchen wir keine Beratungspflicht für die Betroffenen, sondern nur eine Aufklärungspflicht durch den freitodbegleitenden Arzt.
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Kommentare

Vielleicht mal verzichten | TAZ 28.4.2022

KRISEN Viele Menschen werden sich einschränken müssen, nicht nur wegen der Inflation. Das sollte die Ampelregierung ehrlich sagen

Nehmen wir die Avocado. Das begehrte Gemüse ist durch den hohen Wasserverbrauch beim Anbau unökologisch, teuer und steht vor allem bei Bes­ser­ver­die­ne­r:in­nen auf dem Speiseplan. Würde man die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse abschaffen, würden auch Avocados billiger. Muss das sein? Die Frage klingt nebensächlich. Ist sie aber nicht.
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BARBARA DRIBBUSCH ist Redakteurin für Soziales im Inlandsressort der taz.

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