Barbara Dribbusch

Journalistin & Autorin

Neues

Gebrechlichkeit als Lebensform akzeptieren | TAZ 27.12.2017

ALTER Das Seniorenheim St. Elisabeth der Caritas in Velten ist ein Beispiel dafür, was mit der Pflegereform möglich ist. Und was nicht.

Fünf Minuten. „Fünf Minuten nach dem Klingeln müsste eine Pflegekraft kommen“, sagt Mathias Gerwig, „vielleicht noch zwei, drei Minuten mehr, aber länger als acht Minuten sollte der Bewohner nicht warten müssen. Ich kann die Rufprotokolle auf meinem PC nachvollziehen.“
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Die heimliche Heldin | TAZ 27.10.2017

Die Schriftstellerin, Essayistin und Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen ist gestorben

Es ist merkwürdig, wenn jemand stirbt, der selbst so viel geschrieben hat über das Verschwinden.
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Das zweite Trauma | TAZ 14.10.2017

FLUCHT Entscheider urteilen unterschiedlich über AsylbewerberInnen, je nach Bundesland. Das ist der Beweis für Willkür.

Eine Szene in einem Verwaltungsgericht in Brandenburg. Geladen ist der Pakistaner Amin G., Belutsche. Sein Asylantrag war abgelehnt worden, diese Richterin ist seine letzte Chance. G., drei Jahre in Deutschland, gut Deutsch sprechend, erwerbstätig, erhält an diesem Tag von ihr seine Anerkennung als politischer Flüchtling. Sein Anfangsbuchstabe im Nachnamen hatte zur Folge gehabt, dass genau diese Richterin, bekannt als „Altlinke“, für ihn zuständig war. Hätte sein Nachname mit einem W begonnen, hätte ihr Kollege, als „harter Hund“ bekannt, die Klage G.s gegen seine Ablehnung wohl abgeschmettert.
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Vom Wahlrecht ausgeschlossen | TAZ 16.6.2017

RECHT Menschen mit Behinderung und Betreuung „in allen Angelegenheiten“ dürfen laut Paragraf 13 des Bundeswahlgesetzes nicht wählen. Wie willkürlich ist diese Regelung?

Thies Teegen hat sich bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein für konkrete Themen interessiert, nicht für die Talkshow-Performance der Politiker. „Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen sind wichtig“, sagt der 52-Jährige, der in den Segeberger Wohn- und Werkstätten arbeitet. Er sitzt als sogenannter Selbstvertreter im Landesvorstand der Lebenshilfe Schleswig-Holstein. „Menschen mit Behinderungen müssen rausgehen in die Gesellschaft.“
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Zu alt, um Opfer zu sein | TAZ 13.3.2017

LIEBE Helmut Schmidts Freundin Ruth Loah ist tot. Eine Beziehung mit einem Prominenten gelingt am besten im hohen Alter.

Es wirkt auf den ersten Blick traurig, was man über die späte Lebensgefährtin Helmut Schmidts, Ruth Loah, liest: Die 83-Jährige starb schon vor mehr als zwei Wochen. Ihre Urne wurde, von der Öffentlichkeitkeit unbemerkt, auf dem Friedhof Hamburg-Tonndorf beigesetzt. Nur ein schlichter Stein mit der Aufschrift „Loah“ ziert das Grab, dazu zwei Sträuße, zwei Schleifen, eine davon vom Seniorenstift Augustinum Hamburg, so berichtet die Nachrichtenagentur dpa. „Mein Gott, was für ein einsamer Tod!“, denkt man sofort. Aber das ist der falsche Ansatz.
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