Barbara Dribbusch

Journalistin & Autorin

Neues

Bloß nix Soziales | TAZ 12.4.2018

GELD In Deutschland verdienen sogar HundefriseurInnen mehr als PflegehelferInnen. Die untere Mittelschicht kommt auf höchstens 1.700 Euro netto. Ist das gerecht?

Mit dem Lkw rumfahren, Abwasserleitungen auf ihre Dichtigkeit überprüfen, öffnen, reinigen – 39 Stunden die Woche. „Es ist schon traurig, dass Leute, die sich dreckig machen, wenig anerkannt und wertgeschätzt werden“, sagt Sabine Born.

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Ein Recht auf Innenstadt? | TAZ 19.3.2018

METROPOLEN Der Wohnungsbau in den Millionenstädten wirft heikle Verteilungsfragen auf. Auch innerhalb der linken Mittelschicht, die um bezahlbaren Wohnraum kämpft

Bei dem privaten Immobilienunternehmen allod in Berlin plant man diese Wohnungsvergabe generalstabsmäßig. Für nur 45 öffentlich geförderte Wohnungen in einem großen Projekt in der Bautzener Straße in Berlin-Schöneberg wird die Firma eine spezielle Homepage nur kurz freischalten, damit sich InteressentInnen darüber bewerben können.
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Gebrechlichkeit als Lebensform akzeptieren | TAZ 27.12.2017

ALTER Das Seniorenheim St. Elisabeth der Caritas in Velten ist ein Beispiel dafür, was mit der Pflegereform möglich ist. Und was nicht.

Fünf Minuten. „Fünf Minuten nach dem Klingeln müsste eine Pflegekraft kommen“, sagt Mathias Gerwig, „vielleicht noch zwei, drei Minuten mehr, aber länger als acht Minuten sollte der Bewohner nicht warten müssen. Ich kann die Rufprotokolle auf meinem PC nachvollziehen.“
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Die heimliche Heldin | TAZ 27.10.2017

Die Schriftstellerin, Essayistin und Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen ist gestorben

Es ist merkwürdig, wenn jemand stirbt, der selbst so viel geschrieben hat über das Verschwinden.
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Das zweite Trauma | TAZ 14.10.2017

FLUCHT Entscheider urteilen unterschiedlich über AsylbewerberInnen, je nach Bundesland. Das ist der Beweis für Willkür.

Eine Szene in einem Verwaltungsgericht in Brandenburg. Geladen ist der Pakistaner Amin G., Belutsche. Sein Asylantrag war abgelehnt worden, diese Richterin ist seine letzte Chance. G., drei Jahre in Deutschland, gut Deutsch sprechend, erwerbstätig, erhält an diesem Tag von ihr seine Anerkennung als politischer Flüchtling. Sein Anfangsbuchstabe im Nachnamen hatte zur Folge gehabt, dass genau diese Richterin, bekannt als „Altlinke“, für ihn zuständig war. Hätte sein Nachname mit einem W begonnen, hätte ihr Kollege, als „harter Hund“ bekannt, die Klage G.s gegen seine Ablehnung wohl abgeschmettert.
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